Wer von Euch ist eigentlich bei der Gewerkschaft?

Wer von euch ist in der Gewerkschaft?

  • Ja

    Abstimmungen: 110 59,1%
  • Nein

    Abstimmungen: 76 40,9%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    186

ZeiselR

Registriertes Mitglied
Hallo, Leute!

Jetzt kommt ein Werbeblock!
Im Frühjahr sind wieder die Tarifverhandlungen für die Kommunen. Davon ist die Masse hier im Forum betroffen.
Die Verhandlungen führen die Gewerkschafen in unser aller Interesse.
Wäre daher wirklich gut, wenn ihr Euch einen Eintritt mal näher überlegt, soweit ihr noch nicht dabei seid.
Es gibt für die Kommunen zwei große Blöcke.
Zum einen der DGB mit Ver.di und zum anderen den dbb mit der KOMBA.
Es gibt da schon Unterschiede, die man beachten kann.
ABER:
Beitreten stärkt die Verhandlungsmacht, die Streikfähigkeit und damit die Erfolgsaussichten bei den Verhandlungen!
ALSO:
In eigenem Interesse beitreten!!!

LG
ZeiselR
 

ZeiselR

Registriertes Mitglied
Hallo!

Ich muss mal etwas Ärger loswerden:
Gestern habe ich auf Facebook einen Post eines ver.di Jungfunktionärs mit dem schönen "Eigennamen" "Keiner Sau" gefunden.
Dieser nette Herr hat dabei die Mitglieder der dbb (deutscher beamtenbund), und damit auch die KOMBA, die "Keiner Sau" namentlich erwähnt hat, in die Nähe der AfD gerückt!
Das finde ich unmöglich und für mich persönlich beliedigend!

Denn:
Ich bin Gewerkschafter und nicht Politikfuzzi!
Genau deshalb bin ich bei der KOMBA, weil ich die gewerkschaftliche Finanzierung politischer Projekte nicht möchte. Ich möchte eine Interessenvertretung meiner beruflichen Aspekte!
Ob ich für oder Atomkraft, Tierschutz, veganes Leben, Abtreibung, einen Bundeswehreinsatz irgendwo auf der Welt oder den Einsatz gegen Rechts- oder Linksradikale bin, ist meine Sache und da ist die berufliche Interessenvertretung für mich außen vor!
Dafür gibt es genug Parteien!
Und ich will mit meinen Gewerkschaftsbeiträgen kein politischen Kampagnen finanzieren, die nichts mit meinem beruflichen Umfeld zu tun haben. Auch wenn ich manchem Ansinnen zustimme. Aber ich will mir keine neue Vertretung meiner beruflichen Interessen suchen müssen, weil ich mit politischen Forderungen außerhalb des beruflichen Bereiches, meiner Gewerkschaft nicht mehr mitgehen kann.
Aber ich lasse mich von einem "Keiner Sau" nicht politisch verwursten.
Und schon gar nicht von einem "Keiner Sau", der offensichtlich von Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit noch nix gehört hat, aber auf jeden Fall nicht verstanden hat!
Einheitsgewerkschaften, die wohl ganz offensichtlich von solchen "Agitprop"-Leuten gefordert werden, hatten wir zweimal in der jüngeren Geschichte:
Im Dritten Reich und in der DDR. Beides ist meiner Ansicht nach nicht erstrebenswert!
Und ein Kampf auf der hier aufgemachten "Argumentationsebene" des ver.di - Anhängers erfreut die Arbeitgeber! Sollen wir uns doch zerstreiten. Damit bringen die Arbeitnehmer weniger Kraft auf den Boden. Wir, vom dbb, haben das verstanden und kooperieren im Interesse der Beschäftigten mit dem DGB-Gewerkschaften. wir halten es auch aus, wenn wir als Beamtengewerkschaften verunglimpft werden. Denn uns geht es einfach mehr um die Sache, der von uns vertretenen, als um eine Außendarstellung mit Alleinvertretungsanspruch.

Was mich aber tröstet und mit Hoffnung erfüllt, sind die unterschiedlichen Entwicklungen der Mitgliedszahlen der der Gewerkschaften.
Die Anzahl der dbb Mitgleider steigt, die der DGB Gewerkschaften fällt. Und die Mitgliederanzahl von ver.di fällt auch. Andere DGB-Gewerkschaften, die im Bereich Öffentlicher Dienst tätig sind, etwa die GdP und die GEW, halten oder verbessern ihre Mitgliederzahlen!
Vielleicht sollten die verdianer, deren meisten Vertreter ich eigentlich schätze und oft auch mag, sich überlegen, ob Sie ihren Funktionären mal eine Schulung in Sachen Grundgesetz, Geschichte und Gutem Benehmen angedeihen lassen.
Könnte hilfreich sein!

So!
Nun hab ich mich mal ausgeschüttet!
LG
ZeiselR
 

onzlaught

technischer Schulassistent
Spender
Ich sehe auch nicht was Gewerkschaften mit Politik zu tun haben.

Ich bin aus 2 Gründen in der GEW.
Beide traten grob gleichzeitig in mein Leben.

1.
Der Ärger mit meinem vorherigen Schulleiter.
Da wollte ich im Falle einer Eskalation etwas Rückhalt haben.

2.
Die GEW stellt dem Arbeitskreis der Schulassistenten regelmässig kostenfrei Räumlichkeiten
für die halbjährlichen Treffen, letztes Mal sogar mit kleiner Verköstigung.
Die BPR sind auch wenn möglich zugegen und berichten von Neuigkeiten.
Dafür will ich was zurückgeben.


Nix mit Solidarität oder dergleichen, so global denke ich nicht,
Rechtsschutz gibt es auch woanders, Gehaltserhöhung kriegt man automatisch mit.
 

Huus

Hausmeister
Spender
Hallo Zeisel,

ich bin Verdi-Mitglied seit vielen Jahren.
Ich spüre oft,das wir Verdianer oft nur über den Streikenden definiert werden!
Immer wenn Verdi imTV zu sehen ist, dann ist es mit Unannehmlichkeiten verbunden!
Dann heisst es oft: "Verdi streikt schon wieder..."

Gruß Huus
 

Adlermeister

Schulhausmeister
Spender
Bin schon laaaange dabei ;)

erst IG BSE (Industrie-Gewerkschaft Bau-Steine-Erden)
dann IG BAU (Industrie-Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt)
nun VerDi ;)
 

Herr-der-Schlüssel

Man tut was man kann
Bin in meiner Lehrzeit der Gewerkschaft beigetreten und bin bis heute drin.

Klar es gibt viel an Gewerkschaften zu kritisieren aber zeigt mir ein System , eine Vereinigung bei der das anderes wäre. Was würden wohl Arbeitgeber auf unsere "Wünsche" geben wenn es keine Gewerkschaften gebe ? Ich glaube jeder kann sich diese Frage selbst beantworten.

Ich hab auch im Umgang mit Kollegen, Freunden und Bekannten kein Problem wenn jemand nicht in einer Gewerkschaft ist. Ist ein freies Land.

Aber wenn ich dann so Argumente höre wie : Gewerkschaft bringt doch nix, kostet nur Geld und die Lohnerhöhungen die erstritten werden ,sind sowieso immer zu wenig . Ich frag dann immer nur ob derjenige dann wenigsten so anständig ist, die ausgehandelte Lohnerhöhung ausschlägt und selber mit seinem Arbeitgeber verhandelt .......
 

Indianer

Indianer
Spender
Ich war mal bei VERDI Mitglied und auch als Vertrauensmann im Personalrat.
Meine Erfahrungen waren nachher so, dass ich ausgetreten bin.
Die Gewerkschaft bietet nur wiederwillig den Rechtsschutz an und überdies wirbt sie mit den ganzen Versicherungen und und und... für mich zählte aber, dass der Tarifvertrag ordentlich ausgehandelt wird und ich kompetente Ansprechpartner hätte. Schulungen wären fern der Heimat gewesen... was ich nicht mag... schon allein mein Privatleben und mein Nebenjob sind für mich Existenziell.
Stattdessen investier ich meinen zuvor bezahlten Mitgliedsbeitrag in eine gute Rechtsschutzversicherung ( Premium) und kann mir jederzeit Rechtsbeistand ohne Gewerkschaftliche abwägungen bei holen.
Ich hab den Vertrauensmann auch nicht mehr weiter machen dürfen ( das war von meiner Seite Ehrenamtlich). Dann sollen die doch schauen, wie sie ohne mich weiter kommen! Meine Lebenszeit ist mir sehr viel Wert und meine Nerven auch.
 

Ähnliche Themen


Oben