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Legionellenspülung

Dieses Thema im Forum "Sanitärtechnik" wurde erstellt von Homie 2000, 25. Oktober 2018.

Schlagworte:
  1. Hallo alle zusammen,

    ich bin Schulhausmeister an einer Grundschule und zusätzlich verantwortlich für eine Mehrzweckhalle und ein Stadion. Für diese Gebäude bin ich weiterhin verantwortlich für die Legionellenspülung der Wasserleitungen. Kann mir irgendwer sagen, welche Temperaturen erreicht werden müssen und in welchen Intervallen gespült werden muß, um eine sichere Dokumentation zu erstellen.
    Besten Dank im Vorraus.
    Gruß Homie 2000
     
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  3. Morgens,

    bei uns wurden dafür atomatische Spüleinrichtungen eingebaut. Funktioniert super und macht weniger Arbeit, Protokollierung überflüssig.

    Gruß
    Adlermeister
     
  4. Bei mir in der Sporthalle ist auch eine automatische Spüleinrichtung verbaut worden. Vorher gabs die Anweisung das Warmwasser über 60 Grad aufheizen. Effekt des Ganzen: alles verkalkt ohne Ende.
    Im Schulgebäude haben wir nur Kaltwasser und Durchlauferhitzer. Anweisung dort ist, nach den Ferien die Leitungen an jeder Zapfstelle spülen. Ist eigentlich Blödsinn, weil die TVO besagt, dass ein Kreislauf vorhanden sein muss und es keine stillgelegten Leitungen oder Stränge geben darf. Und wer keinen Neubau hat, hat garantiert irgendwo einen Stopfen.
    Soweit mir bekannt ist, gilt die Verordnung deutschlandweit.
    Geprüft wird bei mir 2x im Jahr die Halle und 1x das Schulgebäude.
    Bei Kollegen hat man Legionellen gefunden. Damit hat man richtig Spaß. Aufwand ohne Ende.
     
  5. Zu den Legionellen kann ich auch eine Geschichte berichten, die mich persönlich getroffen hatte.
    Es liegt in etwa 15-18 Jahre zurück, wo ich als alleiniger Hausmeister in den Physikalischen Instituten arbeitete. Ich hatte meine Räume wzb. eine kleine Werkstatt, einen Postraum und eben auch eine Dusche. Ich verteilte an die Institute tag täglich die eingehende Post uns sammelte die ausgehende Post ein. So ergab es sich, dass ich mit verschiedenen Dr. oder Prof. ins Gespräch kam. Ein Dr. Unnamed teilte mir mit, das ein Messbericht von einem DMT Institut an die Uni ging , der bereits wohl schon mehrere Monate in den oberen Etagen bekannt gewesen sei. Nun hatte der Dr. *Unnamed* diesen Bericht vor wenigen Tagen erhalten und teilte mir mit, dass im Institut erhöhte Legionellen konzentrationen gemessen wurden. Die größte Konzentration wurde an meiner Dusche gemessen.
    Wie ich nun mal so bin, habe ich meinem Unmut bis in die obere Etage kund getan.
    Eine spätere Untersuchung bei meinem Facharzt hatte ergeben, dass ich sogar Antikörper gegen diese Legionellen entwickelt hatten.

    Glück im Unglück??
     
  6. Oh ja, das ist das größte Problem an der ganzen Sache.
    Grade bei alten Leitungen die eh schon leicht zu gesetzt sind, kann das regelmäßige erhitzen über 60°C ganz schell zur Verkalkung führen.
     
  7. Wie steht es denn in Punkto Arbeitsschutz bei solchen Spülungen?
    Da wird dann eben mal gesagt, dass es einen Spülplan gibt und man nach diesem Spülen soll.
    Nun weiss man ja gar nicht ob zwischenzeitlich eine erhöhte Legionellenkonzentration auftritt oder nicht.Dann wird lustig in den Duschen der Dampf eingeatmet . Ist ja nur der blöde Hausmeister.
    Hat irgend jemand von euch speziell daraufhin eine Arbeitsschutzunterweisung erhalten?
    Habt ihr Atemschutz beim spülen auf?
    Ich finde es unverantwortlich das SHM diesen Gefahren ausgesetzt werden.
     
  8. Naja entsprechend die Gefährdungsberurteilung des Raumes dazu heranziehen, bzw. die entsprechende Fachkraft für Arbeitssicherheit bei eurem Sachaufwandsträger schriftlich um eine Stellungsnahme bitten. Somit bekommt ihr das Risiko bei den Duschen und der entsprechenden Vorgabe mitgeteilt und könnt passende Schutzausrüstung wählen.

    Link: DGUV - Prävention - Themen A bis Z - Gefährdungsbeurteilung
    Link: § 5 ArbSchG - Einzelnorm
     
    #9 Tratos, 13. November 2018 um 15:52 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 13. November 2018 um 15:57 Uhr
    Burgtiger gefällt das.

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