Frage Jakobsweg / Camino frances

KGS Schulassi

Technischer Schulassistent
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Hallo liebe Kollegen und Kolleginnen,

ich habe vor, kommenden ab 04.07. Jahres den "Camino frances", also den "französischen Jakobsweg" von St. Jean-Pied-de-Port bis Santiago zu gehen.

Hat hier im Forum bereits jemand Erfahrungen mit dem Jakobsweg gemacht?
Gesamt oder in Teilen gegangen? Flug, Zug oder Busanreise?

Bin für jeden Tipp und Hinweis dankbar.

LG
Roland
 

Adlermeister

Schulhausmeister
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Das finde ich ja klasse das Du den Jakobsweg beschreiten möchtest, leider kenne ich mich da so gar nicht aus und kann Dir nicht helfen doch mit dem Gedanken den Jakobsweg zu beschreiten habe ich mich auch schon befasst, habe mich aber bisher noch nicht darum gekümmert.

Hoffentlich bleibt das nicht ein unerfüllter wunsch für mich.

Dir wünsche ich aber schon jetzt das Dich der Weg erfüllt und beflügelt.


LG
Adlermeister
 

KGS Schulassi

Technischer Schulassistent
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Hallo Adlermeister,

den Gedanken, den Jakobsweg zu gehen, hege ich schon länger (länger, als ich meine Frau kenne und das will schon was heissen).

Da ich kommendes Jahr das fünfte Mal Nulle und ich dieses Vorhaben lange vorher abgeschlossen haben wollte, wird es nun zeitlich knapp :eek:. Momentan fügt sich das alles so, dass es passt.

Am 10.11. werde ich in Paderborn zu einem Pilgertreffen fahren, da wird aus erster Hand berichtet, was man so benötigt, um auf dem Weg über die Runden zu kommen. Man ist zwar unterwegs, aber nicht in der totalen Wildnis, das ist ja immer noch Europa.
Heute kam schon mein Rucksack (40l, nur 680gr.) an, jetzt werden die Planungen konkreter. Habe aber bis auf Schuhe und Schlafack alles für den Weg vorhanden.

Geplant ist am 03.07. zu starten und spätestens am 05./06.08. wieder in D zu sein. Auf dem Camino vom 04.07. bis 03.08. (31 Tagesetappen).

Manches muss man einfach machen, nicht lange fackeln, anfangen und gut.

Danke für die guten Wünsche. Ich werde in diesem Thread berichten, wie es sich entwickelt.

LG
Roland
 

Dexter

Kaffeejunkie
Mich interessiert das auch schon lange. Vor allem als Hape das Buch darüber geschrieben hatte. Ich denke für mich wird es einfach nur ein Traum bleiben. Das größte Problem ist einfach die Zeit. Wer kann und möchte seinen ganzen Urlaub für so ein Projekt investieren?

Bei uns in den Thüringen gibt es den Rennsteig mit etwa 170 km den ich bis heute nicht komplett geschafft habe, immer nur als Tagestour und dann wieder runter und mit dem Zug wieder nach hause.

ICh hoffe du schaffst das und kannst uns darüber berichten.
 

KGS Schulassi

Technischer Schulassistent
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Moin Dexter,

Bei uns in den Thüringen gibt es den Rennsteig mit etwa 170 km den ich bis heute nicht komplett geschafft habe, immer nur als Tagestour und dann wieder runter und mit dem Zug wieder nach hause.
Du weisst aber noch, dass meine Frau aus dem Thüringer Wald kommt, oder?
Die hat den Rennsteig auch noch nicht geschafft ;) Auf High-Heels läuft sich dass aber auch schlecht ;)
Wir waren beim letzten Aufenthalt auf der "Curau" (Hochplateau über dem Heimatdorf meiner Frau), das waren auch insgesamt 10km Berge bei ordentlichem Sonnenschein. Haben dafür aber nur 2,5 Stunden benötigt :D
Momentan kommt man auf Grund der vielen Straßensperrungen im Thüringer Wald aber echt schlecht hin, Katzhütte, Goldisthal, Steinheid, Unterweißbach etc. sind zum großen Teil vom Straßenverkehr abgeschnitten.

Ich plane momentan sogar nur noch 29 Etappen auf dem Camino, da man zweimal zwei Kurzetappen im flachen Bereich des Jakobswegs zusammenfassen kann, ohne sich zu überanstrengen. Das alles hängt natürlich auch von den Flügen ab, die man günstig bekommt.
Möchte keine 500€ pro Strecke ausgeben.

Viele Flüge kann man leider erst 6 Monate vor Flugdatum buchen :oops:

LG
Roland
 

Burgtiger

Hausmeister
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Wo ein Wille ist ein Weg,
ich träume schon seit über 30 Jahren davon mit dem Motorrad zum Nordkap zu fahren. Immer war keine Zeit, kein Geld oder sonst was.....
Nächstes Jahr geht es nun endlich los..... Lange gespart, Mit Arbeitgeber abgesprochen das ich 4,5 Wochen Urlaub in den Sommerferien brauche und die Freundin hat auch zugestimmt einmal alleine zu fahren.
Ich schreibe das hier nur weil KGS Schulassi genau zum selben Datum seine Tour plant und Dexter schreibt das er es Zeitlich nicht schafft.....
ich sag nur.... Wo ein Wille, ist ein Gebüsch äääää Weg,
Ich freue mich jedenfalls schon riesig drauf und bin voll in der Planung.
( und das mach schon richtig spaß und ist spannend)

Gruß aus Burg
Peter
 

KGS Schulassi

Technischer Schulassistent
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Moin liebe Mitforenten,

kleines Update: war am Samstag in Paderborn auf einem großen Pilgertreffen und konnte meine Feinplanung verbessern sowie einige gute Tips "einstreichen", zum Beispiel das Produkt hier, zur Organisation des Rucksacks:
The Travel Organizer

Da bekommt man die gesamten benötigten Klamotten unter und hat alles griffbereit.

LG
Roland
 

KGS Schulassi

Technischer Schulassistent
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Hallo Kollegen,

jetzt wird es langsam ernst.

Habe eben gerade den Hinflug nach Biarritz gebucht. Direkt mit AirFrance ab Hannover. Billiger als bei RyanAir und weniger Vorbereitung, da kann ich mit der S-Bahn fahren.

Bei der Reservierung mit RyanAir kommen einem echte Zweifel. Die können nicht sagen, ob ein Flug wirklich stattfindet. Alle Buchungen sind "unverbindlich". Und ein Handgepäckstück kostet fast 45€, bei 2 Flügen (Gabelflug Bremen-Stansted-Biarritz) macht das dann 90€ für Handgepäck!

Der Flug der AirFrance ist ein Linienflug, der geht auf jeden Fall.
Dann bin ich vom 01.07. bis vermutlich 30.07. (29 Etappen, in Leon einen Tag Pause) auf dem Jakobsweg. Durch den Flug vor Beginn des Juli spare ich fast 100€, denn am 07.07. beginnen in Frankreich die zentralen Sommerferien und alles, was im Juli liegt ist teurer.

Den Rückweg Anfang August plane ich erst, wenn ich in Sarria angekommen bin (100km/3 Tage bis Santiago).
Wahrscheinlich fahre ich von Santiago mit dem Zug nach Madrid und von dort dann Flug nach Hause. Ist nach meiner Recherche am günstigsten, der Zug, einem ICE entsprechend, fährt 5:13h und kostet 48€ für 600km!!!

LG
Roland
 

KGS Schulassi

Technischer Schulassistent
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Hallo!

Samstag sind die letzten Stücke eingetroffen, 2 wasserdichte Packsäcke (hält Nasses von Trockenem fern und Empfindliches trocken).
Mein Rucksack wiegt tutto completti 5,9kg, Hüfttasche (Kamera, Handy, Geld, Karte(n), Journal mit Stift) ohne Wasser 900gr., mit Wasserflaschen dann 1,1kg mehr.

Gestern im Hils das erste mal mehr als 30km mit Rucksack eine Runde gelaufen. Das geht ganz gut, ist aber schon ganz schön ermüdend. Brauchte, bevor ich mich wieder in Auto setzen konnte eine Stunde Ruhe und Erholung.

In 14 Tagen geht es wieder in den schönen Thüringer Wald.

LG
Roland
Beitrag automatisch zusammengeführt:

5134

Das ist der Inhalt meines Rucksacks / Kleidung "am Mann".
Insgesamt knapp über 8kg, davon allerdings mehr als 3,5kg am Körper.
Nicht zu sehen auf dem Bild: Sonnenhut (im Rucksack).

LG
Roland
 
Zuletzt bearbeitet:

Fabian

Hausmeister
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Moin Roland,
feines Vorhaben - bedenke noch die 1-2,5 kg Wasser und Essen pro Tag :)
Aber wenn Du unter 10kg bleibst, sollte das schon passen. Wir sind damals als Pfadfinder mit 13-15kg losgezogen (waren aber auch noch frischer.... :) )
Und bei Tchibo gibts übrigens gerade sehr leichte angeblich wasserdichte Taschen...

Gruß
Fabian

PS: @Burgtiger beim Fragen zum Nordkap - ich war schon dreimal dort :) Allerdings mit'm WoMo (selbstausgebauter Ducato, also eher Bulli-mäßig unterwegs und nicht mit Wohnschiff...)
 

Burgtiger

Hausmeister
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Hallo Fabian,
welche Route bist du gefahren und wie lange?
Ich fahre mit Motorrad ca 4,5 Wochen an der Westküste rauf und über Finnland Schweden zurück.
 

Fabian

Hausmeister
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Hallo Burgtiger,
wir fahren normalerweise durch Schweden, Finnland, Norwegen (Jokkmokk, Karesuando, Alta) hoch und meist auch zurück. Vorteile: in Schweden ist das Finden von freien Übernachtungsplätzen an Seen deutlich einfacher. Das Jedermannsrecht erlaubt das Übernachten in freier Natur zwar auch in Norwegen, aber Norwegen ist durch seine Topologie dort wo Menschen leben insgesamt dichter besiedelt und viele Nebenstrassen sind privat und gesperrt. Außerdem ist das Fjorde-Fahren zwar schön mit tollen Ausblicken, aber auf Dauer auch irgendwie anstrengend. Wenn man morgens mit einem Blick quer über den Fjord sieht wo man hinwill und erst 3-4 Stunden später dort ankommt ist es manchmal etwas frustrierend :)
Solltet Ihr/Du oben etwas Zeit haben - der Ausflug nach Graense Jacobselv (allerletzter Zipfel noch Norwegen, Grenze zu Russland) ist absolut lohnenswert - wir fahren mittlerweile lieber dorthin als ans Nordkap. Lässt sich schön mit einer Tour über den Inarisee in Finnland verbinden.
Wir schaffen die knapp 7000km normalerweise in 3 Wochen, ohne viel Stress (allerdings nicht aufm Bock und guten Hörbüchern...). Ist ja ewig hell (schon lustig wenn die Leute nachts um 3:00 Rasenmähen) und kaum Verkehr. Nervig sind allerdings die großen Starssenbaustellen in Schweden, die es jedes Jahr an verschiedenen Stellen gibt. Die sind als Motorradfahrer auch nicht ohne, da oft über viele Kilometer nur auf Grobschotter gefahren werden muss. Gibt es aber landesweite Pläne und Übersichten dazu, musst Du mal recherchieren (English start).

Soweit für jetzt. Vllt eigenen thread draus machen?....

Liebe Grüße
Fabian
 

KGS Schulassi

Technischer Schulassistent
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Moin,

feines Vorhaben - bedenke noch die 1-2,5 kg Wasser und Essen pro Tag :)
Aber wenn Du unter 10kg bleibst, sollte das schon passen. Wir sind damals als Pfadfinder mit 13-15kg losgezogen (waren aber auch noch frischer.... :) )
Die stehen schon drin (1,1kg bei 2x500ml PET-Einwegflaschen, stabil, superleicht und günstig). Bin eher das Kamel der Familie. Da ich kaum schwitze, brauche ich auch nicht andauernd "nachlegen".
Und als Pfadfinder hat man sein Zelt, Essen und Kochgeschirr dabei, das alles benötige ich ja nicht, da ich von Albergue zu Albergue ziehe (das sind die "rustikalen" Einfach-Herbergen, häufig sehr einfach). Da gibt es dann meist auch reichlich zu essen. Und guten Landwein, man wandert ja durch's Rioja ;):p.


LG
Roland
 
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