Fazit Jakobsweg - Camino francés

KGS Schulassi

Technischer Schulassistent
Spender
Hallo Leute,

bin wieder im Lande.

Nach 27 Tagen ohne Pausentag (war nicht nötig) von Saint Jean Pied de Port vor den Pyrenäen in Frankreich über Roncesvalles, Pamplona (die Woche vor dem Stierlaufen (San Fermin)) Burgos, die Meseta (extrem karge Agrarlandschaft), Leon, Astorga, O'Cebreiro, Sarria nach Santiago de Compostela. Anschliessend 2 Tage ausspannen in Porto (absolut geniale Stadt) mit dem Flieger zurück nach Düsseldorf, den Rest mit der Bahn.

Für die Statistiker: macht 796km zu Fuss, d.h. 29,5km pro Tag im Durchschnitt, 40.000 Schritte pro Tag im Durchschnitt.
Die Übernachtung in den Albergues im Schnitt für knapp 9€, das Pilgermenü im Schnitt 10,-€. Keine Bettwanzen oder ähnliches gehabt.
Kleines Bier 1,40€ ;), großes Bier (oder Radler) 3,-€.
Die längste überwundene Strecke am Stück: 42km, danach 38km, dann 36km. Kürzeste: 19km (letzte Etappe nach Santiago)

Keine Probleme mit wunden Füßen oder Muskelkater, dafür eine kleine Blase am kleinen Zeh (1.000m Gefälle in 3 Stunden auf echt "bescheidenem" Untergrund), die geöffnet werden musste, da ich nicht drankam, da unter Hornhaut. Danach keine Probleme mehr, sonst hätte ich das wohl auch nicht in der Zeit geschafft :).

Fazit: sollte man gemacht haben! Absolut genial.
Die Menschen, die ich kennenlernen durfte, die mit mir gepilgert sind, die ich aus den Augen verloren und dann wiedergesehen habe. Die Geschichten, die Landschaft, die Gespräche, die gemeinsamen Erlebnisse, Strapazen und unvergessliche Sonnenauf- und untergänge. Der gute Wein, das Essen!
Und der geschichtsträchtige Weg, seit mehr als 1000 Jahren gehen Menschen über den heute Camino francés genannten Weg.

Ich habe selten so geschwitzt (t max waren 38°C) und habe selten so viel gelacht. Ich war allein unterwegs und in großen Gruppen. Irgendwann hatte ich eine Camino-Familie. Was aber das erstaunlichste ist: nicht die Aufstiege sind die große Strapaze, sondern die Abstiege von den Bergen oder Anhöhen. 50% aller Wege wären hier in Deutschland als nicht begehbar eingestuft und gesperrt.

Falls ihr also Fragen habt oder auch einen Camino plant (auch in drei Teilen geht das gut), könnt ihr gerne eure Fragen loswerden.
Ich werde in den kommenden Tagen mal eine kleine Auswahl an Bildern hier in die Galerie posten.

LG
Roland
 

Huus

Hausmeister
Spender
Für die Statistiker: macht 796km zu Fuss, d.h. 29,5km pro Tag im Durchschnitt, 40.000 Schritte pro Tag im Durchschnitt.
Die Übernachtung in den Albergues im Schnitt für knapp 9€, das Pilgermenü im Schnitt 10,-€. Keine Bettwanzen oder ähnliches gehabt.
Kleines Bier 1,40€ ;), großes Bier (oder Radler) 3,-€.
Die längste überwundene Strecke am Stück: 42km, danach 38km, dann 36km. Kürzeste: 19km (letzte Etappe nach Santiago)

Hallo Roland,

ich möchte dir meinen allerhöchsten Respekt aussprechen! :danke_:
Für mich wäre das nichts! Ich möchte nur an den Marathon vom Treffen 2018 in der Eifel erinnern... ;)


Gruß Huus
 

Adlermeister

Schulhausmeister
Spender
Finde ich super großartig ist auch genau mein Ding, leider habe ich wenig muße sowas zu planen
und leider wüsste ich im Augenblick nicht wie ich das zeitlich unter bekommen sollte. :confused: Asche auf mein Haupt.!

Vielleicht habe ich ja einmal im Leben die Möglichkeit und die muße das zu organisieren und durch zu ziehen.
Solche strecken zu gehen wäre nun eben nicht mein Hinderniss.


Ich gratuliere dir . . . respekt.! :hoch:
 
Themenersteller Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
KGS Schulassi Offtopic & Smalltalk 16

Ähnliche Themen


Oben