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Diskussion Ab wann Rente mit 65, 67 - oder gar erst mit 70?

Dexter

Kaffeejunkie
Streit um Rentenalter

Im Streit um die Rente mit 67 Jahren hat der SPD-Rentenexperte Anton Schaaf vorgeschlagen, die Reform für fünf Jahre auszusetzen. Die Anhebung der Altersgrenze würde dann erst 2017 beginnen. Damit werde Zeit gewonnen, um die notwendigen Voraussetzungen für die Anhebung des Rentenalters mit 67 zu schaffen, sagte er der "Braunschweiger Zeitung".

Aufhänger für den neuen Streit um die Rente mit 67: Finden ältere Menschen auf dem Arbeitsmarkt überhaupt Beschäftigung?​

Damit stellte er sich hinter Parteichef Sigmar Gabriel, der die Rente mit 67 solange aussetzen will, bis ein größerer Anteil älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich auch Beschäftigung findet.

Auch Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig unterstützt Gabriel. Schon jetzt arbeite nur eine Minderheit der Beschäftigten bis zum 65. Lebensjahr, sagte der SPD-Politiker dem Sender MDR Info. "Nur 14 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer zwischen 60 und 64 sind noch berufstätig. Das heißt, der Großteil ist vorher in Rente gegangen." Da die Erwerbstätigenquote nicht gestiegen sei, sollte das Gesetz nicht umgesetzt werden.

Die SPD ringt mit sich

Die SPD hatte in der Großen Koalition die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters von derzeit 65 auf 67 Jahre mit beschlossen. Im Ringen um den richtigen Kurs in der Rentenfrage forderte der Landesverband Baden-Württemberg nun einen Mitgliederentscheid. "Ich halte es für sinnvoll, den Parteimitgliedern unterschiedliche Konzepte zur Rente zur Abstimmung zu stellen", sagte der baden-württembergische SPD-Generalsekretär Peter Friedrich der "Bild"-Zeitung.

Die Grüne geben Gabriel Schützenhilfe


Unterstützung für Gabriels Kurs kam von den Grünen: Der Grünen-Politiker Wolfgang Strengmann-Kuhn bedauerte, dass sich die Regierung bereits auf die Einführung der Rente mit 67 ab 2012 festgelegt habe, obwohl laut Gesetz im Herbst erst einmal eine Überprüfung der Arbeitsmarktchancen älterer Arbeitnehmer ansteht. Ende November muss die Regierung einen Bericht vorlegen, über den der Bundestag dann abstimmt. Nach Ansicht des Grünen-Politikers sollte der Starttermin für die schrittweise Rentenerhöhung 2012 verschoben werden. Am Zieljahr 2029, in dem die Rente mit 67 erstmals für alle gilt, solle aber festgehalten werden, sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Rente erst mit 70?

Während um den Renteneintritt mit 65 oder 67 gestritten wird, geht das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) weiter: Die Wirtschaftsforscher dort gehen davon aus, dass das Renteneintrittsalter langfristig auf 70 Jahre steigen muss. "Wenn wir uns die höhere Lebenserwartung und die abnehmende Geburtenrate in Deutschland anschauen, wird die Rente mit 70 perspektivisch kommen müssen", sagte IW-Chef Michael Hüther der "Rheinischen Post".

Sozialverband will Status quo retten

Der Präsident des Sozialverbands Deutschland, Adolf Bauer, forderte dagegen ein völliges Aus für den späteren Renteneinstieg mit 67. "Die Voraussetzungen für die Rente mit 67 sind nicht gegeben", sagte Verbandspräsident Adolf Bauer der "Braunschweiger Zeitung". "Gegenwärtig arbeitet nur jeder 20. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte bis zum geltenden Rentenalter von 65 Jahren. Deshalb bedeutet das höhere Renteneinstiegsalter eine faktische Rentenkürzung", monierte Bauer.

Ein Beschluss der Großen Koalition

Nach dem von Union und SPD in der Großen Koalition 2006 beschlossenen Gesetz soll die Altersgrenze für die Rente zwischen 2012 und 2029 schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre angehoben werden. Erst für Versicherte ab Geburtsjahrgang 1964 soll die Regelaltersgrenze von 67 Jahren gelten. Das Gesetz sieht allerdings eine Überprüfungsklausel vor. Dabei sollen die Arbeitsmarktchancen Älterer analysiert werden. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte die Kritik an der Rente mit 67 zurückgewiesen. Sie sieht dazu angesichts des drohenden Fachkräftemangels keine Alternative.

Quelle
 

Prittstift

Registriertes Mitglied
Grüß Dich,
allen gerecht zu werden ist schier unmöglich, aber wenn man sich laut Wikipedia die Lebenserwartung anschaut, bedarf es keiner weiteren Antwort mehr, wie lange man nach Eintritt des Rentenalters den Ruhestand genießen und erleben darf! Frage: ist dies gerecht?!: Hier sollten neben den Schlüsselfaktoren die körperliche
Schwerstarbeit gesehen werden, ich kann nicht nachvollziehen, wenn man ab dem 65 Lebensjahr einen Straßenbauer/Dachdecker/Gerüstbauer/Heizungsbauer u.s.w. auf die Piste schickt.
Jeder hat sein Gnadenbrot verdient und scheinbar ist die Relation verschoben. Und erstaunlicherweise können sich die Politiker zurückziehen mit Superzahlungen,
dies ist m.E. aber ungerecht gegenüber denen, die körperlich schwer arbeiten. Ein Umdenken in und an der Politik der Verantwortlichen halte ich für unabdingbar!
Zumal die Zahlungen von Dumpinglöhnen forciert werden, und sich dementsprechend auf die Rente niederschlägt! (Auch wenn dies verneint wird, so erlebe ich es
aber!)
Liebe Grüße
Prittstift
 

Pickup

Registriertes Mitglied
Kann es wirklich der Sinn des Lebens sein den grössten Teil davon zum Broterwerb zu verwenden?
Warum werden Menschen auch noch dafür bestraft, das sie vieleicht 40 Jahre gearbeitet haben und die letzten 5 oder 7 Jahre nicht und dafür mit einer Rentenkürzung belohnt werden?
Wo sind die Jobs für ältere Arbeitnehmer, die eine Abzugsfreie Rente mit 67 überhaupt erst möglich machen?
Wenn ich 35 oder 40 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hätte und dann zum Dank eine Rente im Grundversorgungsbereich bekomme kann ich mir gleich die Kugel geben.
Wo sind die Erwerbsbiografien, die tatsächlich 40 oder mehr Berufsjahre aufweisen, wir leben schliesslich nicht mehr im "Wirtschaftswunder"- sondern in einer Zeit, wo fast jeder die eine oder andere Lücke im Erwerbsleben hat, sei es wegen Krankheit oder Erwerbslosigkeit.
Die Rentenkassen könnten heute besser dastehen wenn es politisch gewollt wäre, leider sind über Jahrzehnte die Rentenkassen zweckentfremdet worden zu Zeiten als dort noch Überfluss herrschte.
Später als die Debatte um die Bevölkerungsentwicklung aufkam, viel zu spät leider...haben die Versicherungen ganze (Lobby)Arbeit geleistet.
Private Altersvorsorge dient vor allem einem Zweck:
Der Staat kann sich der Verantwortung entziehen und weiter seine kurzfristige Politik von Wahl zu Wahl machen und die Versicherungsgesellschaften verdienen eine Menge Geld das dem Rentensystem am anderen Ende fehlt.
Es gibt Leute die das nachgerechnet haben, der Anteil den die Versicherer einstreichen ist enorm und und die Kosten liegen weit über dem was die gleiche Geldmenge in einem staatlichen Rentensystem bewirken könnte.
Es gab da eine Zeit als die Debatte "Rente mit 67" aufkam, da haben sich die Politiker auf einen gebetsmühlenartigen Tenor in den Polittalkshows geinigt:
"Wir müssen den Menschen sagen das das Rentensystem so nicht finanzierbar ist"
Genau diese Politiker sitzen schamlos in den Aufsichtsräten von Banken und Versicherern welche an der privaten Altersvorsorge munter mitverdienen.
Und Versicherer werden nicht müde uns in HD Werbespots eine riesige Versorgungslücke vorzurechnen und Angst vor Altersarmut zu schüren.
Niemand weiß wie es in Deutschland 2030 aussehen wird und wie sich das entwickeln wird auch wenn die Politik das vorgibt, die Menschen vor 30 Jahren wussten das auch nicht.
Die Zukunft ist weder linear noch berechenbar, und das ist nichts pessimistisches sondern etwas hoffnungsvolles denn wir haben es in der Hand uns einzumischen.
Vieleicht bedarf es in Zukunft einfach mal ein bischen weniger in anderen Bereichen wo es um teure Prestige Projekte geht und es findet eine Wende statt in der der Schwerpunkt staatlicher Fürsorge nicht mehr auf Luxus sondern auf Gemeinwohl gesetzt wird.
Als Stichwort sage ich nur Elbphilharmonie oder Bahnhof Stuttgart oder Objekte auf der grünen Wiese in den neuen Bundesländern.
Beispiele für politische Verirrungen gibt es ja genug.
Was passiert wenn der Staat sich aus seiner Fürsorgepflicht heraushält kann man prima in anderen Ländern sehen wo Autos brennen und die Reichen einen Wachdienst mit Elektrozaun um ihr Haus brauchen.
Armut verursacht langfristig viel höhere Kosten als ein würdevolles Leben für alle.
Das war das Wort zum Sonntag ;)
 

wotse

Registriertes Mitglied
Interessante Gedanken sind hier zu lesen.
Jedenfalls ist ein Grundtenor rauszulesen der wohl mit den Worten "hier stimmt was nicht, das kann so nicht gerecht sein" am ehesten zu beziffern ist.

Das leidige Thema Rente, oder um erst mal im Oberbegriff "staatliche Fürsorgepflicht" zu bleiben.
Die soziale Gesetzgebung wurde von Bismarck eingeführt um Revolten abzuschwächen. Frei nach dem Motto "wenn ich nichts zu essen habe haue ich dem nächsten der eine Butterstolle in den Fingern hat einen Knüppel über den Kopf oder überfalle eine Metzgerei" waren damals schon die Überlegungen die dazu führten das die Pflichtversicherungen Kranken-, Unfall-, und später Rentenversicherung eingeführt wurden.
Die Hintergründe können
hier nachgelesen werden.

Wer sich nun damit beschäftigen will warum das Rentensystem als ungerecht empfunden wird, dem ist zu empfehlen sich mit den Ursachen auseinanderzusetzen. Stichwort fremde Leistungen.
Der Großteil der rentenfremden Leistungen sind bis heute (und wenn es nach Merkel geht bis in alle Zeit) Kriegsfolgelasten.
Hierzu das Auswärtige Amt
Deutsche historische Verantwortung

Am 27. September 1951 bekannte sich Bundeskanzler Adenauer vor dem Deutschen Bundestag eindeutig zur historischen Verantwortung Deutschlands für die Wiedergutmachung.,
...
und
Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte anlässlich eines Besuchs in Jerusalem im April 2007: "Nur indem mein Land, nur indem Deutschland seine immerwährende Verantwortung für diese schrecklichste Zeit und für die grausamsten Verbrechen in seiner Geschichte voll und ganz annimmt, können wir die Zukunft gestalten – nur so und nicht anders."

Bundesdeutsche Entschädigungsgesetze
... weiter beim obigen Link auswärtiges Amt.

Das führt dazu das bis heute (und in alle Ewigkeit, s. o.) die Rentenkasse geplündert wird, unter anderem durch versicherungsfremde Leistungen.

Für das Jahr 1995 ist im obigen Link auch eine Ausgabenliste zu finden. Allerdings lediglich für das Jahr 1995.
Siehe , Seite 4, 1995 hatten die Kriegsfolgelasten ein Volumen von 23543 Millionen damals D-Mark. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, 23,5 Milliarden D-Mark im Jahr 1995.
Nur mal als Gegenvergleich: Die Ausgaben für das Personal im öffentlichen Dienst lagen in 2015 bei 4,65 Miiliarden Euro, also 9,3 Millionen D-Mark und das zurückgerechnet auf 1995 ergäbe wohl irgendwas um die 4 Millionen D-Mark für 1995.
Oder Hartz4: Für 2014 waren 31Milliarden Euro an Grundsicherung für Arbeitssuchende veranschlagt.
 

wotse

Registriertes Mitglied
kurze technische Anmerkung: Hmm, beim nachträglichen editieren kann man ja gar nicht den BB Code anpassen. ?
 

Dexter

Kaffeejunkie
  • Themenstarter Themenstarter
  • #7
kurze technische Anmerkung: Hmm, beim nachträglichen editieren kann man ja gar nicht den BB Code anpassen. ?
OffTopic:
Wie ich hier sehe liegen zwischen deinen beiden Beiträgen 1 Stunde. Für das bearbeiten deine Beiträge hast du aber nur 30 min Zeit. ....
 
Zuletzt bearbeitet:

thoman

Erfahrener Hausmeister
Spender
Die Lebenserwartung ist unter den verschiedenen Schichten völlig unterschiedlich! Zwischen armen/ärmeren und wohlhabenden Beschäftigten liegen da 10 Jahre! Der Maurer wird da also im Schnitt um 10 Jahre früher in die Kiste fallen als der (besserverdienende) Bürohengst.
Ausserdem haben wir ein sehr ungerechtes Gesundheitssystem, das bei Kassenpatienten bei weitem nicht die Versorgung sicherstellt als bei Privatversicherten. Das tut ein Übriges, dass Otto-Normalbürger eben früher ins Gras beisst.
Ausnahmslos alle Beschäftigten müssten in ein System einzahlen, sowohl bei Gesundheit als auch bei Rente, auch wenn die Gegner da immer wieder mit "Experten" dagegenhalten. Hat man bei den Beamten z.B. schon mal so weit die Pensionsansprüche gekürzt, dass die auch selber vorsorgen müssen? Weihnachtsgeld für Pensionäre? Muss ich kotzen! Aber wir müssen unsere Rente, in die wir 45 und mehr Jahre eingezahlt haben, auch noch versteuern!?
Systemfehler seit zig Jahren.......

Gruß
Thomas
 

Badman

Registriertes Mitglied
ja da hast du recht

Wenn ich in Rente gehe (1 Jahr früher) mit 63 bekomme ich 0,3%pro Monat abgezogen

Ich hatte dann 20Jahre die 46Stunden Woche hab 5 Jahre mehr gearbeitet als meine Kollegen
von der Kreisverwaltung, die das gleiche Geld bei derselben Eingruppierung bekommen haben aber mit einer 39Stunden Woche und interessant ist ich war dann 48Jahre beschäftigt ohne einen Tag Arbeitslosigkeit ich hab 48 Jahre arbeitslosen Geld bezahlt bekomme ich das zurück?

Nein aber die 0,3 % ziehen sie ab man sollte für die die 48 oder mehr Jahre vollgearbeitet haben andere Maßstäbe setzen
 

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