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Peter H
16.02.2006, 15:57
Hier mal ein interesannten Artikel zum Thema ein-Euro-Jobbern

Kritik am Einsatz von Ein-Euro-Jobbern

Personalrat: Erwerbslose ersetzen feste Beschäftigte

Schweren Missbrauch von Ein-Euro-Jobs durch öffentliche Einrichtungen haben gestern Vertreter der Berliner "Kampagne gegen Hartz IV" und des Hauptpersonalrats der Verwaltungen angeprangert. "Ein-Euro-Jobber werden wie selbstverständlich für reguläre Arbeiten herangezogen", sagte Angelika Wernick, Sprecherin der Kampagne. Ihr rechtswidriger Einsatz werde von Trägereinrichtungen und auch von Jobcentern geduldet oder sogar forciert, so Wernick. "Deshalb fordern wir die Abschaffung der Ein-Euro-Jobs."

Billiger Ersatz

Diese Zahlen könne er nicht nachvollziehen, sagte Christoph Lang, Sprecher des Wirtschaftssenators Harald Wolf (Linkspartei), gestern der Berliner Zeitung. "Betroffene sollen ihren Fall melden, wir gehen jedem Verdacht auf Missbrauch nach." Laut Gesetz dürfen Ein-Euro-Jobber nicht auf gestrichenen oder bestehenden Planstellen arbeiten. Genau dies geschehe aber in Berlin, sagte Januszewski. "Sie ersetzen Planstellen etwa in Grünflächenämtern oder Honorarkräfte in Volkshochschulen", so Januszewski. Das lohne sich: Statt 13 Euro gebe es die für Ein-Euro-Jobs in Berlin üblichen 1,50 Euro pro Stunde, die der Bezirk nicht einmal selbst tragen müsse.
Scharf kritisiert wurde die Zuweisungspraxis von "Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung" (MAE), wie die Ein-Euro-Jobs offiziell heißen: Tätigkeiten würden ungenau beschrieben, Art und Umfang der Arbeit seien oft unklar, kritisierte Angelika Wernick. Betroffene könnten nicht prüfen, ob der Job ihnen entspreche und auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt helfe. Zudem seien sie oft nicht ausreichend informiert, um sich wehren zu können. "Es herrscht große Unsicherheit", sagte Wernick. Angst vor Kürzungen des Arbeitslosengelds II um bis zu 30 Prozent treibe viele Ein-Euro-Kräfte dazu, unzumutbare Jobangebote anzunehmen und Rechtswidrigkeiten nicht vor Gericht zu bringen.

Die Kampagne gegen Hartz IV stellte gestern eine Alternative zum Ein-Euro-Job vor: Die Mittel dazu sollten vollständig in sozialversicherungspflichtige Bruttolöhne fließen - nicht nur teilweise, wie von Wirtschaftssenator Wolf vorgeschlagen. Das würde die finanzielle Lage der Betroffenen zwar nicht entscheidend verbessern, die soziale dafür aber umso mehr, so Wernick.

Quelle: Berliner-Zeitung ([Link nur für registrierte Benutzer sichtbar])

viktor
16.02.2006, 20:06
Grundsätzlich sollte ein Euro-Jobber nur Dinge machen, die ansonsten liegen bleiben würden.
Also, wenn Du eine Arbeit hast, wo Du denkst : "wenn ich mal ganz viel Zeit hätte, dann ......"
Ein Euro-Jobber sollte niemals originäre Schulhausmeistertätigkeiten machen.
Da würden wir uns auch selber einen schlechten Dienst erweisen.
Sonst kommen die Herrschaften im Personalamt noch auf dumme Gedanken.

Herr-der-Schlüssel
16.02.2006, 23:05
schon klar . hab ich auch kein prob damit .

mein jobber zb. macht jetzt entrümpelung von zeugs das mein vorgänger gehortet hatte . und davon nen ganzen keller voll . :eek:


aber ihr werdet sehen auf kurz oder lang werden solche jobber zumindest die krankheitsvertretungen übernehmen . :mad:


hds

ln1hf
03.03.2006, 15:18
moin moin.. ich lasse mir keinen 1euro-mann mehr andrehen.. hatte erst einen spätaussiedler. er arbeitete gut, kann ich nicht anders sagen; jedoch hatte er aber auch durst..:mad:
nach dem dritten mal durfte er gehen, und es gibt keinen neuen bei mir