Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reduzierung der Arbeitszeit laut Verdi
beetlerace
19.01.2006, 12:58
Hallo
gibt es in Deutschland schon einen Hausmeister bei dem die Arbeitszeit auf 38,5 Stunden reduziert worden ist ,so wie es im neuen Tövd steht, und seit 1.1.06 auch umgesetzt sein soll?
Hallo, wenige Kollegen (wir sind 2 von 12) stehen seit Dezember mit dem Personalrat in Verbindung mit der Bitte um Klärung und Angleichung. Der PR wiederum steht mit der Personalabteilung in schriftlichem Kontakt doch ist diese der Meinung, es bestehe lt. Kom.Arb.Geberverband im Moment kein Handlungsbedarf, da angeblich die Übergangszeit auf 31.12.2006 verlängert ist. Dem widerspricht Verdi und so soll es in der kommenden Woche ein erstes klärendes Gespräch PR/PAbteilung geben.
Es verwundert mich sehr, das in diesem Forum so wenig über Erfolge/Mißerfolge bei der Umsetzung der AZ-Regelung zu lesen ist...
Freundl. Grüße+++Losi
Hallo Kollegen,
ich bin ,als Schulhausmeister,bei einem Eigenbetrieb der Stadtgemeine Bremen beschäftigt. Im Dezember wurde von unserer Geschäftsführung eine Teilpersonalversammlung einberufen, auf der uns mitgeteilt wurde das die Frist zur Umsetzung des TVÖD bis zum 31.12.06 verlängert wurde.Mitglieder unseres Personalrates nahmen an der Versammlung teil, äußerten sich zu diesen Thema allerdings nicht, so das ich von der Rechtmäßigkeit der Mitteilung ausgehe.
Zum Thema der Reduzierung unserer Arbeitszeit habe ich mal zwei Fragen:
-Wie kommt Ihr auf eine zukünftige Wochenarbeitzeit von 38,5 Stunden?
Unsere Geschäftsführung geht von einer zukünftigen Arbeitszeit von 48 Stunden inklusive Arbeitsbereitschaftszeiten aus.Und auch im TVÖD steht nix von 38,5 Stunden,sonder der gleiche Text wie vorher, mit Breitschaftszeiten in nicht unerheblichen Umfang.......u.s.w.,u.s.w.
-Ich bin der Meinung,das ich mal im TVÖD gelesen habe das bei einem Breitschaftsanteil von unter 25% der Arbeitszeit,die 38,5 Stundenwoche für den Hausmeister gilt. Was ist aus diesen Passus geworden?
Mein Fazit zur der TVÖD ist,wenn es so kommt wie ich es befürchte haben wir Hausmeister echt wieder die A....karte gezogen . Die 2,5 Stunden weniger Arbeitszeit die Woche machen den Braten nun echt nicht fett.
Mir ist es im wesentlichen doch egal ob ich 48 oder 50,5 Stunden zu Verfügung zu stehen habe.Solange ich meine Bereitschaftszeit an einem vom Arbeitgeber zu bestimmenden Platz verbringen muß,ist das für mich Arbeitszeit. Das einzige was sich großartig ändert ist mein Einkommen,da ich meine Überstundenpauschale für die Abendstunden nicht mehr bekomme. Ich meine das kann es doch nicht sein. Wenn schon erheblich weniger Geld dann auch erheblich weniger Arbeitszeit,das heißt für mich die 38,5 Stundenwoche auch für Hausmeister,oder wenigstens Rufbereitschaft.
Das wird aber wohl ein Traum bleiben.
MfG
Torsten
der es langsam nicht mehr ganz so gelassen sieht
Bei soviel Gehaltseinbußen würde ich nur noch Dienst nach Vorschrift machen. Für das Grundgehalt ohne Überstunden kann ich mich auch bei ALDI an die Kasse setzen. Da gibt's 1200 Euro im Monat bei 21 Stunden in der Woche.
Die würden sich schwer wundern, wenn ich zweimal in der Woche meine Bürgersteige fege streng nach Dienstanweisung. Da wäre die Woche nämlich rum.
Streng nach Vorschrift hieße dann auch absolute Einhaltung der Arbeitszeiten. Die könnten mir den Buckel herunter rutschen mit ihren Pflegschaften und Theateraufführungen.
Man muss das beinhart durchziehen. Irgendwann werden sie es vielleicht begreifen, wieviel Dienst im Hintergrund nötig ist, damit alles reibungsfrei läuft.
Inn irgendeiner Stadt wurde den Hausmeistern mal die Sporthallenbereitschaft abgenommen und nach zwei Jahren wieder reumütig zurückgegeben. Wo war das ? War das Ludwigshafen ?
Hallo Viktor.
Dienstanweisung? Ich habe mal so ein Schriftstück aus ,ich glaube ,den 70ern gesehen. Da stand noch was vom Schulhofsprengen bei längerer Trockenheit drin. Bei uns in Bremen sind der Direktor und der Objektleiter (in dieser Reihenfolge) die Dienstanweisung.Und die können dir das Leben ganz schön schwer machen,wenn du nicht funktionierst.Wir können leider nicht nach acht Stunden zusammenpacken und den Laden verlassen und nach mir die Sinnflut.
Wir verbringen ja einen Großteil unseres Lebens an den Schulen und wir wohnen schließlich auch dort.Ich glaube nicht das es jemand unter diesen Umständen lange durchhält wenn ihn Vorgesetzte das Leben schwer machen wollen.
MfG
Torsten
Friedrich List
21.01.2006, 19:44
Hallo Viktor,
Dienst nach "Vorschrift" geht einfach nicht.Wenn ich schon mal richtig sauer war auf die Lehrer oder den Schulleiter,habe ich auch mal zwei Tage Dienst nach Vorschrift gemacht,aber nur in bestimmten Dingen und in der Arbeitszeit.
Aber Hausmeister ist man mit Leib und Seele und mir ist mit der Schule(Gebäude) einfach eng verbunden:
Gruß Friedrich
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